Gott bewahre

ich galube man hat an Bsp. Finke gesehn das dies auch nicht die beste Lösung ist nur auf einen Trainer in 16 jahre zu setzen !
Jetz wird halt der SCF mit Finke immer in einem Wort gebracht.
Man hat aber allemal gesehen, dass ein Trainer über mehr als ein Jahrzehnt mit einem Verein aufsteigen, in den Uefa-Cup kommen, absteigen, aufsteigen, in den Uefa-Cup kommen, absteigen, aufsteigen, absteigen und die beste Rückrunde im deutschen Profifußball spielen kann. Klar, das war auch eine besondere Konstellation, die in der Form wohl nicht wiederkommt und auch nicht wiederkommen muss. Aber grade der SC Freiburg ist eben ein Beweis, dass der Erfolg nicht am Trainerwechsel hängen muss.
Was mich halt wundert, ist das grade diejenigen, die sonst mit ihrem Traditionsgequatsche ankommen (no offense), der Idee von ständig wechselnden Leuten beim Verein anhängen. Auch sehr treffend der Vergleich mit dem Firmenchef.. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte doch ein Fußballverein gerade keine Firma sein?
Letztenendes muss man halt schauen was man will: Oft wechselnde Trainer, bei denen man mal einen Glücksgriff hat, den man aber konsequenterweise wegwerfen muss, wenns mal nicht läuft (und das tuts oft).. oder einen kompetetenten, jungen Trainer, der gut zum Verein und zum vorhandenen Spielerpotential passt und mit dem man auch mal eine schlechte Phase übersteht.
Auch mal eine ganz plump finanzielle Anmerkung: Was meint ihr eigentlich, was für Unmengen (und wir reden von wirklich verdammt viel) an Geld diese ganzen Vereine mit drei wechselnden Trainern pro Saison allein an Abfindung oder fortlaufendem Gehalt zahlen? Freiburg hat ohnehin begrenzte Mittel, was man ja teilweise am spielerisch auch etwas limitierten Kader sieht. Wenn man dann auch noch jedes Jahr solche Ausgaben hat..
Das heisst alles nicht, das man keine Trainer entlassen sollte. Das kann helfen, kann eine Initialzündung sein und kann auch einfach sinnvoll sein, wenn bessere Trainer verfügbar sind. Ich bin kein Idealist, ich weiß dass das aus gutem Grund dazugehört. Mein Punkt ist auch nicht, dass es nicht an Dutt liegt. Zum Spruch "Fußball ist ei Mannschaftssport" gehört auch die Erkenntnis, dass das Trainerteam mit dazugehört.
Aber: Robin Dutt ist, das war die letzten 2 1/2 Jahre zu sehen, ein hervorragender Trainer (der auch noch viel lernen wird). Es wäre sehr schwer, einen adäquaten Ersatz zu finden. Freiburg HAT nicht die Mittel von anderen Vereinen. Freiburg ist nicht deshalb ein so spezieller, junger und unaufgeregter Verein, weil die Leute in Baden halt so sind, sondern weil die Umstände gar nichts anderes zulassen, wenn Freiburg sportlich und finanziell überleben will. Da sollte man einen solchen Treffer wie Dutt, der in der ersten Saison knapp mit Freiburg am Aufstieg vorbeigeschrammt ist, im zweiten Jahr extrem souverän aufgestiegen ist und eine wirklich gutes erstes Saisondrittel hat spielen lassen (man denke nur an all die Punkte, die man eigentlich hätte holen müssen, hätte man ein wenig mehr Glück und bessere Chancenverwertung gehabt), nicht einfach wegwerfen.
Ich habe fertig. Flasche leer.
We can dance if we want to, we can leave your friends behind... 'Cause your friends don't dance and if they don't dance, well they're are no friends of mine