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| Ganz wichtiges Unentschieden gegen die Borussia |
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| Geschrieben von: Sebastian Grosch |
| Samstag, 27. Februar 2010 um 21:17 Uhr |
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Der SC konnte heute im Borussia-Park vor 40.000 Zuschauern mit einer kämpferisch bärenstarken Leistung einen Punkt erspielen, 1:1 (0:0). In einer von Kampf geprägten Partie ging unsere Elf durch Pappis Demba Cissé nach 56 gespielten Minuten in Führung. Nach einer scharfen Flanke von Felix Bastians konnte sich Cissé gegen Dante durchsetzen und so zu seinem zweiten Saisontor einköpfen. Die dominierenden Gladbacher fanden bis zur 72. Minute gegen die starke SC-Defensive kein Mittel. Erst in der Schlussphase gelang es den Gastgebern durch Brouwers auszugleichen. So kann unsere Mannschaft am kommenden Samstag gegen Abstiegskandidat Hannover 96 mit Zuversicht ein erneutes Entscheidungsspiel bestreiten.
Eigentlich gibt es für SC-Fans keine Überraschungen vor den Spielen. Da Robin Dutt nämlich vor beinahe jedem Spiel mit seiner Aufstellung für Überraschung seitens der Zuschauer sorgt, ist es für alle Fußballbegeisterte eher überraschend, stellt Dutt seine Startformation einmal so auf, wie in der Woche zuvor. Auch heute konnte der Fußballlehrer für die ein oder andere verblüffende Mine sorgen, als aus dem Kabinengang der bereits abgeschrieben geltende Jonathan Jäger getrottet kam. Seit Herbst hatte der gebürtige Franzose kein Spiel mehr von Anfang an absolvieren dürfen. Nun bekam er ohne Vorzeichen des Trainerstabs das Vertrauen in einem so wichtigen Spiel. Auch Pavel Krmas kehrte in die Startelf zurück, nachdem er zwei Monate verletzungsbedingt pausieren musste. Doch auch hier dürfte Dutt für Ungläubigkeit gesorgt haben. Der gelernte Innenverteidiger fand sich nämlich plötzlich auf der Außenbahn der Viererkette wieder. So weit, so gut. Das Spiel begann nicht gerade spannend. Das jedoch hatten beide Trainer im Vorfeld angekündigt. Das Freiburger Spiel sollte seinen Schwerpunkt in der Defensive finden und über eine stabile Abwehr mit wenigen Angriffen die Borussen auseinander nehmen. Von Offensivaktionen war jedoch zunächst auf beiden Seiten wenig zu sehen. Lediglich Banovic auf der einen und Reus auf der anderen Seite konnten mit zwei Distanzschüssen minimal auf sich aufmerksam machen. Ansonsten gestaltete sich das Spiel mühsam, war geprägt von schlampigen Abspielfehlern und von Abtasten beider Mannschaften. Erst nach 20 Minuten ließ der in naher Vergangenheit für Ärger sorgende Mo Idrissou sein Potenzial aufblitzen. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff zog der Kameruner aus gut 15 Meter ab und verfehlte damit das Tor nur knapp. Die leicht überlegenen Gladbacher ließen jedoch wenig anbrennen. Auch die Gäste standen sicher und machten hinten wenige Fehler. Bis auf einen von Toprak, der dafür beinahe das Gegentor gekostet hätte. Nach einem Laufduell gab der Deutsch-Türke den Ball unnötig an Bobadilla ab, der in den freien Raum zu Colautti spielte, welcher wiederum am überragenden Pouplin scheiterte. Das waren auch schon die einzigen Tormöglichkeiten der ersten Hälfte und so konnte sich niemand über den 0:0 Pausenstand beschweren. Die zweite Hälfte begann druckvoll. Die Heimmannschaft wollte nun offensiver auftreten. Nun kamen unsere Jungs zunehmend in Bedrängnis und der starke Bobadilla hätte in der 47. Minute die Führung erzielen können, hätte er das Tor nur getroffen. Nur zwei Minuten später, das selbe Bild, wieder setzte Bobadilla zum Schuss an, doch Pouplin rettete in letzter Not mit einer spektakulären Parade ins Dreieck-Weltklasse! Das Spiel war gerade dabei, sich in Richtung Freiburg-Strafraum zu verlagern, als Cissé zur Führung traf. Nach einer sehenswerten Flanke aus dem Halbfeld vom starken Bastians setzte sich Cissé gegen den unaufmerksamen Dante durch und köpfte unhaltbar ins rechte untere Toreck. Anschließend gewann die Elf von Robin Dutt spürbar an Sicherheit und bekam mehr Spielanteile. Leider egalisierte sich dieser Trend bald wieder und nun drückten die Borussen wieder. Ein weiterer Aufreger: Als Colautti in der 66. Minute in den Freiburger Sechzehner eindrang, grätschte der souveräne Barth von links ein, spielte den Ball, die Fans jedoch forderten Elfmeter. Doch Schiri Sippel fiel nicht darauf rein und ließ weiterspielen. Die Hausherren gewannen zunehmend an Mut. Sie wollten den Ausgleich und bekamen ihn in einer unaufmerksamen Minute des SC Freiburg. Auf der linken Seite konnte der agile Arango völlig frei Flanken, in der Mitte hatte sich Brouwers angeschlichen und köpfte unbedrängt zum 1:1 in die Maschen. Verdient aber bitter für die Breisgauer, der Traum vom Auswärtssieg schien in weite Ferne gerückt, was unter den folgenden Minuten nicht aussichtsreicher wurde. Doch erst zehn Minuten vor Schluss wurde es noch einmal knapp. Der frei stehende Ex-Freiburger Karim Matmour schoss aus gut fünf Metern seelenruhig am beinahe leeren Tor vorbei. Vielleicht hatte er es beim Zielen mit Absicht nicht so genau genommen, um seinem ehemaligen Verein im Abstiegskampf nicht diesen wertvollen Punkt zu nehmen- man weiß es nicht. Der Krimi nahm mit den letzten Minuten noch einmal an Spannung zu, als Bobadilla in der 85. volley ganz knapp über die Latte drosch. Im Folgenden zogen sich unsere Mannen tief in die eigene Hälfte zurück und lauerten auf Konter. Schließlich, in der Nachspielzeit dann die Gelegenheit, schneller Angriff über Jäger, der auf den eingewechselten Thommy Bechmann, der mit einem schönen Solo, zieht zwei Verteidiger auf sich, sieht den rechts mitgelaufenen Idrissou, legt ab, dieser scheitert jedoch knapp am herausgeeilten Bailly. Bitter! Dann war das Spiel vorbei und der SC konnte trotz dieser Schlusschance mit dem einen über Kampf ergatterten Punkt mehr als zufrieden sein, zumal weder Nürnberg, noch Hertha einen Sieg holen konnten. Jetzt wartet Hannover im Dreisamstadion auf unsere Jungs, vielleicht das wichtigste Spiel der Saison. Also Mund abputzen, Konzentration und die 96'er wegfegen! |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, 01. März 2010 um 18:48 Uhr |


